Alle Bedürfnisse zählen – warum Bedürfnisorientierung oft missverstanden wird

von Kathrin Hohmann

Erschienen in: Praxis Kitaleitung 3/26

Bedürfnisorientierte Erziehung bekommt viel Aufmerksamkeit, vor allem über soziale Medien. Doch je lauter die Debatte, desto größer die Verwirrung: Aus dem Wunsch heraus, Kindern Frustration zu ersparen, werden Wünsche oft wie Bedürfnisse behandelt und sofort erfüllt. Eltern fühlen sich verunsichert, Fachkräfte berichten von Kindern, denen es schwerfällt, Grenzen anzunehmen.

In diesem Artikel zeige ich, warum Bedürfnisorientierung nicht bedeutet, dass alles erlaubt ist und warum Grenzen, Frustration und ein autoritativer, zugewandter Erziehungsstil keine Gegensätze zur bedürfnisorientierten Haltung sind, sondern zu ihr gehören.

Gemeinsam mit Lea Wedewardt habe ich den Begriff der Bedürfnisorientierten Pädagogik (BoP) auf ein wissenschaftlich fundiertes Fundament gestellt, das die Gefühle, Bedürfnisse und Grenzen aller Beteiligten ernst nimmt: der Kinder, der Fachkräfte und der Eltern.

Ein Plädoyer dafür, falsche Gegensätze aufzulösen und den Blick auf das Wesentliche zu richten: Beziehung, Orientierung und gemeinsame Entwicklung.


Quellen

  • Hohmann, K. (2026): Alle Bedürfnisse zählen. In: Praxis Kitaleitung, Heft 3/26, S. 14–17

    Vielen Dank an den Verlag für die Zustimmung zur Übernahme.

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